Großes Wehklagen am Rathausplatz
Dietfurt Dietfurt (axk) Grandios wurde der Abschied von Prinz Karneval unter viel Jammern und Wehklagen bei den bayrischen Chinesen in Dietfurt gefeiert. Um Mitternacht wurde der Fasching am Rathausplatz endgültig begraben.

Deftige Sprüche zum Ausklang: Der etwa 20-köpfige Begräbniszug ging von Gasthaus zu Gasthaus und berichtete zur Freude der Gäste über Missgeschicke. Auch Leichenbitter Christian Linz (rechts) war dabei. Er zog den ganzen Tag schon jammernd durch Dietfurt.
Punkt 18 Uhr hat sich dann ein 20-köpfiges Team auf den Weg gemacht, weiß geschminkt mit Tränen. Sie trauerten über das nahe Ende des Faschings und zogen durch die Stadt und alle Gaststätten. Bei ihren Stationen schilderten sie in Versform verschiedene Missgeschicke, die das ganze Jahr über passiert waren; aber auch aktuelle Malheurs wurden ans Licht gebracht.
Und dazwischen hörte man immer wieder: „So ist es g’wenn Tscheimitschi Tscheng!“ In den kurzen Pausen wurden Werbeslogans von Dietfurter Geschäftsleuten zum besten gebracht. Pünktlich um 23.30 Uhr versammelten sich die Maschkerer und Zivilisten zum Trauerzug in Richtung Rathaus. Alle Teilnehmer waren mit Fackeln und Kerzen ausgestattet, um Prinz Karneval das letzte Geleit zu geben. Die Beerdigungsmusikanten des Begräbnisvereins spielten mit großem Wehklagen und alle Maschkerer sangen jammernd mit.
Die Abschiedsworte sprachen die Oberleichenbitter Erich Moser und Stephan Baumer. Hier wurde das Gelöbnis erneuert, dass man am 11.11. wieder dabei ist. Währenddessen wurde die Strohpuppe angezündet. Kurz vor Mitternacht stimmten die Maschkerer zum letzten Mal die Kaiserhymne und den Kaiserwalzer an. Nach einem mehrfachen „Kille Wau“ und „Ko-Houang-Di“ wurde diese Zeremonie pünktlich kurz vor Mitternacht beendet.
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