20.08.2012 | 18:43 Uhr
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Muldenkipper stürzt im Steinbruch ab

Petersbuch Petersbuch (EK) Im Petersbucher Steinbruchgebiet kam es gestern früh zu einem schlimmen Arbeitsunfall: Ein 25-Jähriger geriet mit seinem Muldenkipper auf einer Steinhalde rückwärts ein Stück über die Hangkante hinaus, kippte nach hinten über und stürzte im Lkw über sechs Meter tief ab.

Petersbuch: Muldenkipper stürzt im Steinbruch ab
Betroffen standen die Kollegen des Schwerstverletzten vor dem abgestürzten Muldenkipper (Bild links unten und Mitte) , den sie mit Hilfe eines mächtigen Radladers selbst wieder vom Dach auf die Räder stellten (oben). Beamte der Eichstätter Polizei (unten rechts) dokumentierten den Zustand des stark demolierten Fahrzeugs. - Fotos: chl
Der 40-Tonner kam hart auf dem Dach auf. Dabei zog sich der junge Mann aus Oberhochstatt schwerste Kopfverletzungen zu. Er wurde nach der Erstversorgung durch den Notarzt von den Rettungskräften ins Klinikum Ingolstadt auf die dortige Intensivstation gebracht. Akute Lebensgefahr besteht nach Auskunft der Polizei gestern Nachmittag aber nicht.

Der Muldenkipper, der ein Leergewicht von 40 Tonnen hat, wurde bei dem Sturz erheblich beschädigt. Nach ersten Schätzungen beträgt der Schaden mindestens 50 000, vermutlich aber bis zu 100 000 Euro. Das Fahrzeug muss, weil es ein Arbeitsunfall mit derart schlimmen Folgen war, noch von Fachleuten der Berufsgenossenschaft genau untersucht werden, auch die zivilen Ermittler der Polizeiinspektion Eichstätt nahmen gestern den Unfall deswegen besonders genau unter die Lupe.

Der 25-Jährige wollte offenbar rund 40 Tonnen Steinmaterial, das geschottert werden sollte, auf der Halde zwischenlagern und geriet mit seinem Fahrzeug aus dem Gleichgewicht.

Die Bergung des Muldenkippers übernahmen die Kollegen des Schwerstverletzten selbst: Sie banden das auslaufende Öl aus dem Fahrzeug, stellten mit einem mächtigen Radlader den stark demolierten Lastwagen wieder auf die Räder und setzten trotz sichtlicher Betroffenheit über diesen Unfall ihre Arbeit im Steinbruch fort.

 


Von Eva Chloupek

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