16.07.2012 | 18:47 Uhr
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Spiritueller Mittelpunkt

Eichstätt Eichstätt (EK) „Dieser Tag ist etwas ganz Besonderes“, lautete die einhellige Meinung von Kolping-Mitgliedern aus der ganzen Diözese Eichstätt, in deren Beisein eine Reliquie des seligen Adolph Kolping in den Altar der Kolpingkapelle in der Reichenaustraße eingesetzt wurde.

Eichstätt: Spiritueller Mittelpunkt
Viele Bannerträger aus Kolpingverbänden aus dem ganzen Bistum begleiteten die Reliquie ihres Gründervaters zum Burgberg.
Der Generalpräses des Internationalen Kolpingwerks, Monsignore Ottmar Dillenburg, hatte die Reliquie aus Köln mitgebracht, wo sich auch das Grab des Gesellenvaters befindet.

Zum Auftakt fand ein Gottesdienst im Eichstätter Dom statt, zu dem Kolping-Diözesanpräses Domkapitular Msgr. Stefan Killermann neben Generalpräses Dillenburg und zahlreichen weiteren Geistlichen auch Landrat Anton Knapp, Altlandrat Xaver Bittl sowie Oberbürgermeister Andreas Steppberger und Bürgermeister Josef Schmidramsl begrüßen konnte. Die Ankunft der Reliquie „ist ein besonderer Tag für unser Bistum und unsere Stadt“, freute sich Killermann.

Angeführt von der Möckenloher Blaskapelle und Bannerträgern vieler Kolping-Ortsverbände im Bistum bewegte sich dann ein langer Festzug zum Burgberg, wo sich die Kolpingskapelle befindet. Diese war früher die Hauskapelle des Anfang der 1960er Jahre vom Pallottinerorden erbauten Studentenheims St. Michael. 1997 verließen die Pallottiner Eichstätt.

Das Wohnheim wird vom Gundekarwerk verwaltet, in einen Teil der früher vom Orden genutzten Räumlichkeiten am Eichstätter Burgberg, die jetzt in Besitz der Diözese sind, zog der Kolping-Diözesanverband. Die angrenzende Kapelle wurde regelmäßig für Andachten genutzt, etwa im Rahmen von Kolping-Vorstandssitzungen. Künftig solle sie zu einem spirituellen Mittelpunkt für die Kolpingfamilien im Bistum werden, kündigte Diözesanvorsitzende Eva Ehard bei der Wallfahrt anlässlich der Reliquienübertragung an.

In den vergangenen Monaten war die Kapelle behutsam renoviert worden. Den neuen Ambo und die kleine Vertiefung am Altar, das sogenannte Reliquiengrab, sind ein Werk des Eichstätter Bildhauers Raphael Graf. Das neue Kolpingrelief schuf seine Frau.

Bei der Reliquie handelt es sich um einen kleinen Splitter vom Fingerknochen des seligen Adolph Kolping. Weitere Kolping-Reliquien im Bistum Eichstätt befinden sich in den Altären der Pfarrkirchen Greding und Wolframs-Eschenbach.


Eichstaetter Kurier

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