Der Himmel und die Herzen strahlen
Zell Zell (lkm) Das Gottvertrauen ist belohnt worden. Nach einem gnadenlos verregneten Sommerfest im vergangenen Jahr nannte Regens Wagner Zell die diesjährige Veranstaltung einfach „Sonnenfest“ – und wurde in dieser guten Vorahnung auch bestätigt.
Das Zentralgestirn gab man sich aber nicht nur deshalb als Motto, um Petrus zu einem guten Wetterrahmen für das Fest zu motivieren. Vielmehr nutzten die Verantwortlichen die Gelegenheit der Feierlichkeit, den neuen Gebäudekomplex namens „Sonnenhof“ einzuweihen. Mit dieser Verknüpfung ergab sich das Thema des Zeltgottesdienstes zu Beginn des Festes so gut wie von selbst.
Das Zentralgestirn gab man sich aber nicht nur deshalb als Motto, um Petrus zu einem guten Wetterrahmen für das Fest zu motivieren. Vielmehr nutzten die Verantwortlichen die Gelegenheit der Feierlichkeit, den neuen Gebäudekomplex namens „Sonnenhof“ einzuweihen.
Mit dieser Verknüpfung ergab sich das Thema des Zeltgottesdienstes zu Beginn des Festes so gut wie von selbst.Natürlich drehte sich dabei alles um „Schwester Sonne“, wie gleich am Anfang in einem Gebärdenlied von Bewohnern der Einrichtung für mehrfach behinderte, hörgeschädigte Menschen deutlich wurde. Mit großem Applaus auch von den zahlreichen Gästen quittiert. Wobei diese den Beifall auch in Gebärdensprache, sprich mit dem Heben der Hände, spendeten. Das tat allen gut und war ganz im Sinne der Botschaft des Gottesdienstes.
„Ein Sonnenstrahl kann viel Dunkelheit vertreiben“, formulierte sie Pfarrer Alfred Grimm, Behindertenseelsorger der Diözese Eichstätt. Das war auch im übertragenen Sinne gemeint. Die Liebe Gottes und untereinander seien solche Sonnenstrahlen, wie der Geistliche sinngemäß ausführte, bevor er mit selbst gebastelter Sonnenlampe seine Worte unterstrich.
Noch toller aber gelang es Mitarbeitern und Bewohnern der Einrichtung durch ein Anspiel zum Thema die Herzen der Besucher zu erreichen. Als kleine Strahlen hüpften die Laienschauspieler mitten unter das Publikum, in das sie von der Sonne gesendet wurden, um Wärme und Licht zu spenden. Nach dem Gottesdienst gab es dann außerhalb des Festzeltes die Sonne „live“ zu genießen.
Beim Sommerfest präsentierten sich die Wohngruppen mit Verkaufs- und Aktionsständen. Da gab es Armbänder in den Nationalfarben zu erstehen, um am Abend Jogis Jungs noch besser anfeuern zu können. Beim Schnürchenziehen konnte man mit etwas Glück den Geldbeutel auch ganz stecken lassen. Am Glücksrad des Fördervereins wiederum zog Bianca von der Außenwohngruppe Heideck für sich das ganz große Los. Die junge Dame ist Fan des Deutschen Rekordmeisters und gewann tatsächlich ein T-Shirt mit FC-Bayern-Motiv. Ihre Eltern aus Landsberg freuten sich natürlich mit ihr – auch wenn der Vater bekennender Fan des TSV 1860 München ist.
Wenige Meter weiter zeigten die Besucher der Regens-Wagner-Berufsschule ihre Leistungspalette anhand einiger Werkstücke. Ergänzend dazu luden die Berufsbildungswerke aus München und Nürnberg zu verschiedenen Aktionen ein. Ganz außer Rand und Band geriet einen Steinwurf entfernt ein weiterer Bewohner von Regens Wagner Zell: Benny, der sich unter Aufsicht am Quad zu schaffen machte. Die vierrädrigen Gefährte standen diesmal neben den vierfüßigen Kamelen zu einem Ritt bereit.
Spielstraße, Bungeerunning, Kettcarslalom und auch fürs leibliche Wohl war natürlich gesorgt. Außerdem konnte man sich beim Kräuterfest gleich mit verschiedenen Köstlichkeiten aus der Region eindecken. Zahlreiche Direktvermarkter oder Kräuterpädagogen boten eine Vielfalt an Produkten an. Bier-Bowle, Bieramisu oder Frankenholunder und natürlich fränkische Küchle gab es da etwa im Angebot. Auch Kräuterseifen und biblisches Würzöl erfreuten sich regen Interesses.
Von Jürgen Leykamm
