22.02.2012 | 19:15 Uhr
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Grundstein für ambulante Pflege

Großhöbing Großhöbing (HK) Sein 25-jähriges Bestehen hat der Krankenpflegeverein Großhöbing mit einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder gefeiert. Mit Liedern und der musikalischen Begleitung durch Elisabeth Wacker sowie Texten gestaltete der Vorstand den Gottesdienst mit.

In der anschließenden Mitgliederversammlung blickte die Vorsitzende Elisabeth Wacker auf die Vereinshistorie zurück.

Sie erzählte, dass sich vor 25 Jahren sechs Krankenpflegevereine in der Großgemeinde Greding zusammengeschlossen haben und in Greding die Sozialstation aufgebaut wurde. Die Mitglieder der Krankenpflegevereine legten damit den Grundstein für die ambulante Versorgung von Kranken und Pflegepatienten in Greding und den Dörfern. Derzeit versorgen acht Pflegekräfte durchschnittlich 60 bis 70 Patienten.

Die Bundespolitik hat vor Jahren das Prinzip „ambulant vor stationär“ im Sozialgesetzbuch XI verankert, nicht zuletzt weil die häusliche Pflege günstiger ist als die Versorgung im Heim. Dennoch müssten seit Jahren die Pflegedienste um die Refinanzierung ihrer Leistungen kämpfen, so Wacker. Die Versorgung steht ihr zufolge unter strengen Zeitvorgaben, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Für menschliche Zuwendung bleibt oft zu wenig Zeit.

So versucht die Sozialstation durch eine Betreuungsgruppe für Senioren, Essen auf Rädern, Beratungen und einer Gruppe von pflegenden Angehörigen Hilfen anzubieten, damit die Betroffenen mit der Situation von Krankheit und Pflege besser zurecht kommen. Die Mitgliedsbeiträge seien als Solidarbeitrag zu verstehen, damit die vielfältigen Dienste und Aufgaben von den professionellen und ehrenamtlichen Mitarbeitern geleistet werden können.

In Großhöbing, Günzenhofen und Schutzendorf besuchen die Vorstandsmitglieder, alle Senioren ab dem 75. Lebensjahr mit einem kleinen Geschenk zum Geburtstag oder sie überbringen Genesungswünsche bei Krankheit. Einmal pro Jahr lädt der Krankenpflegeverein zum Seniorennachmittag ein. Auch im Bildungsbereich ist er aktiv. Zu den Versammlungen werden Referenten eingeladen, die zum Themenbereich Gesundheit, Krankheit und Pflege informieren. Die Vorsitzende lud alle Mitglieder zur Feier des 25-jährigen Bestehens der Caritas-Sozialstation im Mai ein.

Präses Pfarrer Zawilak sprach für die geleistete Arbeit Dank aus und machte deutlich, dass der Verein durch seine Tätigkeiten Nächstenliebe im wahrsten Sinne des Wortes lebe. Er unterstrich die Bedeutung der Würde des Menschen von Beginn der Zeugung bis zum Tod und rief auf, hellhörig zu sein, wenn es immer wieder Bestrebungen gebe, dies in Frage zu stellen.

Die Vorstandswahlen brachten keine Veränderungen mit sich. Vorsitzende bleibt Elisabeth Wacker aus Großhöbing, als ihre Stellvertreterin agiert Rosa Geitner aus Schutzendorf. Auch die Kassiererin Resi Seitner aus Großhöbing und die Schriftführerin Hildegard Dorner aus Großhöbing behalten ihre Ämter.


Hilpoltsteiner Kurier

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