06.07.2012 | 20:38 Uhr
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Mittelschule Heideck: Entscheidung muss revidiert werden

Zum Bericht „In Heidecks Mittelschule geht das Licht aus“ (HK vom Mittwoch, 20. Juni 2012): Am 18. Juni 2012 verkündete der Verbundkoordinator des Mittelschulverbundes Hilpoltstein, Heideck und Thalmässing, dass ab dem Schuljahr 2013/14 alle Mittelschulklassen aus Heideck und Thalmässing nur noch in Thalmässing angesiedelt sind und somit der Mittelschulstandort Heideck vorerst Geschichte ist. Nach Meinung des Elternbeirats der Grund- und Mittelschule Heideck hat der Verbundkoordinator Ottmar Misoph – gleichzeitig Rektor der Thalmässinger Schule – mit dieser Entscheidung alles andere getan als die Interessen des gesamten Mittelschulverbundes – und insbesondere aller betroffenen Kinder – zu vertreten. Wenn es ab dem Schuljahr 2013/14 in Heideck keine Mittelschule mehr gibt, müssten alle Schüler des Verbundes auf etwa 30 Lehrerstunden verzichten, da der Verbund dann nur noch aus zwei Schulen besteht.

Ottmar Misoph hat diese Entscheidung ohne Einvernehmen der Verbundversammlung beziehungsweise des Verbundausschusses sowie entgegen der vom Landrat, dem Schulamt und den drei Bürgermeistern der beteiligten Kommunen erarbeiteten Kompromissvorschläge getroffen. Die hätten alle auch den Erhalt der Mittelschule Heideck zumindest für zwei weitere Jahre ermöglicht.

Nach unserer Ansicht hat er damit aber auch gegen den öffentlich-rechtlichen Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Hilpoltstein, der Stadt Heideck und dem Markt Thalmässing für den Schulverbund verstoßen, in dem es heißt: „Können Meinungsverschiedenheiten nicht einvernehmlich beigelegt werden, ist das Landratsamt Roth unter Beteiligung des Staatlichen Schulamts Roth-Schwabach zur Schlichtung anzurufen. Das Landratsamt macht einen Schlichtungsvorschlag. Die Vertragsparteien erkennen den Schlichterspruch im Rahmen der geschlossenen Vereinbarung als bindend an.“

Der Elternbeirat der Grund- und Mittelschule Heideck fordert deshalb, insbesondere im Interesse aller Kinder im Schulverbund, dass diese einseitige Entscheidung des Verbundkoordinators aufgehoben wird und dem vorliegenden – vom Landrat, dem Schulamt und den drei Bürgermeistern erarbeiteten – Kompromissvorschlag stattgegeben wird. Ein diesbezüglicher offener Brief wurde auch an die Regierung Mittelfranken, an den Landrat Herbert Eckstein, das staatliche Schulamt Roth sowie den Stadtrat Heideck auf den Weg gebracht.

Für den Elternbeirat der Grund- und Mittelschule Heideck:

Angela Leibold und Jürgen Borgemeister




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