10.08.2012 | 18:47 Uhr
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Sie erzählen Tragödien und Schicksale

Neuburg Neuburg (r) „Es sind stille und prägnante Tupfer in unserer bayerischen Landschaft“. Kreisheimatpfleger Manfred Veit (Bittenbrunn) strebt eine umfassende Bestandsaufnahme von Feldkreuzen und Kleindenkmälern im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen an. Einige Gemeinden machen mit.

Neuburg: Sie erzählen Tragödien und Schicksale
 
So hat der Heimatpfleger in Rennertshofen, Oberhausen und Weichering bereits Ehrenamtliche bei der Hand, die zur Inventarisierung ausschwärmen wollen. Es sind heimatverbundene Persönlichkeiten und geschichtlich interessierte Gruppen, die sich um Kleinodien in der Flur und in den Wäldern kümmern wollen. In Rennertshofen zum Beispiel will der pensionierte Rektor Alfred Ehrnstraßer einen Beitrag einbringen.

Heimatpfleger Manfred Veit thematisierte sein Vorhaben in der Runde der Bürgermeisterdienstbesprechung und nannte Ehekirchen als Musterbeispiel. In der Einheitsgemeinde nahm Georg Zett, Vorsitzender des Historischen Vereins, 200 Flurdenkmäler auf.

Es geht um Feldkreuze, Marterl, Bildstöcke, Kapellen, Soldatengräber, Grenzsteine und andere markante Zeugnisse der Heimatgeschichte. Im Neuburg-Schrobenhausener Land finden sich wohl tausende – vom „Steinernen Mann“ bei Ellenbrunn bis zum Marterl von Hinterkaifeck bei Gröbern.

In der Regel verbinden sich Geschichten, Sagen und Mythen mit den Denkmälern. Diese Hintergründe sollten nicht verloren gehen und in die Bestandsaufnahme einfließen, so der Kreisheimatpfleger. Er will also über Fotos und Vermessungen hinaus auch die ideellen Begleitumstände erfassen. Für alle Fälle gibt es im Landratsamt ein „Formblatt“.

Veit: „Diese kleinen Kulturdenkmäler finden meist wenig Beachtung, aber sie dokumentieren über Generationen hinweg Volksfrömmigkeit und Heimatgeschichte“. Sie erzählten ferner von Recht, Transport und Verkehr, Herrschaft oder Einzelpersonen“.

Landrat Roland Weigert unterstützt das Anliegen uneingeschränkt und schwärmt bereits von einem Buch über die Flurdenkmäler: „Das wäre eine Visitenkarte unseres Landkreises. Dieses Wissen dürfen wir nicht versanden lassen“.


Von Winfried Rein

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