Im Aufführungsstil des 18. Jahrhunderts
Pfaffenhofen Pfaffenhofen (PK) Der Kartenvorverkauf zum Passionskonzert in der Scheyerer Basilika hat begonnen. Am Sonntag, 18. März, wird um 17 Uhr im Rahmen eines Passionskonzertes die selten aufgeführte Markuspassion von Reinhard Keiser (1674–1739) aufgeführt.
Dieses Werk hat in der Geschichte der oratorischen Passion eine wichtige Bedeutung, berichtet Kirchenmusiker Christian Bischof: Kein Geringerer als Johann Sebastian Bach, ein Zeitgenosse Keisers, schätzte den künstlerischen Rang dieser Passion, hat sie selbst mehrmals aufgeführt und sich davon für sein eigenes kompositorisches Schaffen inspirieren lassen.Christian Bischof, künstlerischer Leiter der Konzerte an der Basilika Scheyern, wird die Markuspassion in einer sehr kleinen instrumentalen und vokalen Besetzung aufführen und stützt sich somit ganz auf die im 18. Jahrhundert übliche Aufführungspraxis. Das heutige Verständnis von Chor und Solisten ist demgegenüber ein völlig anderes. Zwar singen die vier Solisten die entsprechenden Soloarien und Rezitative, jedoch ebenso auch alle Tuttipassagen, die von den so genannten „Ripienisten“ verstärkt werden.
Die „Capella Schyrensis“, ein kleines Vokalensemble aus Sängern des Basilikachors, bilden die Gruppe der Ripienisten. Solistisch werden zu hören sein: Barbara Vorbeck (Sopran), Andreas Pehl (Altus), Benjamin Glaubitz (Tenor/Evangelist) und Ludwig Mittelhammer (Bass). Begleitet werden sie von einem Barockensemble auf historischen Instrumenten.
Karten sind erhältlich an der Abendkasse und im Vorverkauf im Klosterladen: Telefon (0 84 41) 75 22 49 oder per E-Mail an karten@basilikamusik.de. Der Bestuhlungsplan ist im Internet www.basilikamusik.de abrufbar.
Pfaffenhofener Kurier
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