Offene Ganztagsschule startet im September
Riedenburg Riedenburg (uke) Wenn nach den Sommerferien die Schule wieder beginnt, dann hat die Staatliche Realschule in Riedenburg nicht nur ein ganz neues Gebäude. Zum ersten Mal gibt es dort auch eine offene Ganztagsschule. Somit werden im September Schüler aller Jahrgänge und Klassen auf Wunsch der Eltern über den normalen Unterrichtsschluss hinaus bis zur Abfahrt der Busse am Nachmittag betreut. 14 Jugendliche sind nach Angaben von Rektor Bernd Aschenbrenner bislang angemeldet worden, aber „da kommen bestimmt noch einige dazu“, ist er sich sicher.
Wie an der benachbarten Grund- und Mittelschule wird die offene Ganztagsschule auch an der Johann-Simon-Mayr-Realschule von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Landkreis Kelheim betrieben. Diese ist an vielen Schulen des Landkreises zuständig für die qualifizierte Betreuung der Kinder und Jugendlichen. An der Riedenburger Grund- und Mittelschule nutzen bislang rund 100 Buben und Mädchen das Angebot, das es seit dem Schuljahr 2008/2009 gibt.Die Awo hat laut Aschenbrenner bereits reagiert und das erforderliche Personal eingestellt. So wird eine Sozialpädagogin dafür Sorge tragen, dass bis zur Abfahrt der Busse um 16.45 Uhr die Hausaufgaben ordentlich gemacht sind. Auch Spiel und Spaß kommen dabei nicht zu kurz, so der Schulleiter. Bekocht werden die Jugendlichen im Untergeschoss des Neubaus, wo hinter der Schulküche eine separate Küche eingerichtet wird, außerdem ein Raum zur Essensausgabe und der Aufenthaltsraum. Bekocht werden sie „von einer qualifizierten Hauswirtschafterin“. Das Angebot der offenen Ganztagsschule gilt im Übrigen auch für die benachbarte Mädchenrealschule St. Anna.
Da es sich bei der offenen Ganztagsschule nach dem Schülerbeförderungsrecht um einen Pflichtunterricht handelt, muss der Transport der Fahrschüler von Montag bis Donnerstag auch am Nachmittag sichergestellt werden. Da die derzeit bestehenden Fahrmöglichkeiten der Verkehrsgemeinschaft im Landkreis Kelheim (VLK) nicht ausreichen würden, hat sich auch der Ausschuss für Fragen des Öffentlichen Personennahverkehrs und kommunale Verkehrsplanungen in seiner jüngsten Sitzung damit befasst. Sachgebietsleiter Dieter Studenik informierte, dass im Bereich der VLK-Linie 1 in Richtung Kelheim vor allem am Dienstag und Donnerstag nachgebessert werden muss. Erforderlich sind nicht nur zusätzliche Fahrten, auch die Fahrzeiten müssen geändert werden, damit die Anschlussbusse erreich werden.
Im Kreis Kelheim entstehen laut Studenik keine zusätzlichen Kosten. Durch eine Verlegung der Nachmittagsfahrt von 15.20 Uhr auf 15.45 Uhr sei sichergestellt, dass die Schüler am Wöhrdplatz in Kelheim den Anschlussbus erreichen.
Anders sieht es bei den Busverbindungen des VLK in den Landkreis Eichstätt aus. Nach Pförring und Winden gab es am Montag und Mittwoch generell keine Fahrten. Und die Abfahrtszeiten am Dienstag und Donnerstag können nicht verlegt werden, deshalb sind zusätzliche Busse erforderlich. Für Fahrten nach Pförring fallen 23 000 Euro an, nach Winden 25 000 Euro. Diese werden allerdings zur Hälfte vom Kreis Eichstätt übernommen.
Von Ursula Kirschner