Unser See soll schöner werden
Riedenburg Riedenburg (sja) Die Stadt Riedenburg investiert weiter kräftig in die Verschönerung des Agathasees. Allein heuer sind weit über 10 000 Euro für das Freizeitgelände zwischen den beiden Ortsteilen Gundlfing und Haidhof vorgesehen.
Für den Riedenburger Bauamtsleiter Walter Schattat und die Männer des städtischen Bauhofs ist der beliebte Badesee stets einer der Arbeitsschwerpunkte in der Großgemeinde. Wo jedes Jahr mehrere Zehntausend Menschen – Einheimische wie Touristen – in der Sonne liegen, im Wasser planschen oder ein paar Runden schwimmen, muss alles picobello sein. Und das nicht zuletzt deshalb, weil der Riedenburger Steuerzahler für sein Geld auch etwas haben will. Mindestens ebenso wichtig dürfte für die Verantwortlichen im Rathaus auch die Wirkung auf die Urlauber sein – denn die sollen schließlich wieder kommen. Dass die Kommune dafür jedes Jahr einige Tausend Euro ausgibt, verwundert nicht.Heuer sind die ersten Arbeiten bereits abgeschlossen – rechtzeitig zur Sommersaison. Viele der Maßnahmen dürften die Badegäste laut Schattat aber kaum bemerken. Dazu zählen etwa mehrere Ladungen neuer Kies, den der Bauhof in den vergangenen Wochen in den See gekippt hat. „Damit stabilisieren wir jedes Jahr die Zugangsbereiche“, erklärt der Bauamtsleiter. Unter anderem am Steg, direkt beim Pavillon und bei der Grillstelle am nördlichen Ufer können die Badegäste nun festen Schrittes in die seichten Seebereiche waten.
Noch vor dieser Verbesserung haben die Männer des Bauhofs den Untergrund für den Kies vorbereitet. Dabei haben sie auch dem Algenbewuchs im Agathasee den Kampf angesagt. Dass sich die grüne Population im Wasser wieder ausbreitet, hat auch der Bauausschuss des Stadtrats in seiner Juni-Sitzung zur Kenntnis genommen. Das Mähboot, dessen Einsatz der Stadtrat anschließend beschlossen hat, war allerdings noch nicht in Riedenburg. „Was bisher verschwunden ist, haben die Männer per Hand rausgeholt“, betont Schattat. Auch jede Menge Schlamm haben die Männer in diesem Zuge aus dem See geschaufelt.
Jubeln dürfen auch die jüngsten Badegäste. Für sie gibt es im südlichen Flachwasserbereich endlich einen neuen hölzernen Balanciersteg. Das Vorgängermodell war in die Jahre gekommen und nicht mehr stabil. Bis zum Austausch vor einigen Tagen hatte die Stadt deshalb den Bereich gesperrt.
Nächste Baustelle wird der Pavillon, an dem immer wieder mal kleinere Arbeiten anstehen. Diesmal geht es darum, eine barrierefreie Toilette zu schaffen. Der Zugang dafür ist laut Schattat schon zum Teil vorhanden. Und auch der restliche Umbau sei nicht allzu dramatisch, schätzt er. Geeignet ist ohnehin einzig die Damentoilette auf der rechten Seite des Pavillons, einen entsprechenden Beschluss des Riedenburger Stadtrats gibt es bereits. Der Bauhof müsse jetzt noch die Trennwände entfernen, dann folge der Einbau der barrierefreien Armaturen, erklärt Schattat. „Die Tür ist von der Breite her in Ordnung.“
Und auch danach geht die Arbeit nicht aus. Wie berichtet, hat die Wasserwacht bereits einige Wünsche für die Einrichtung der Station vorgebracht. Weil im aktuellen Haushalt aber keine Mittel mehr vorhanden sind, erfolgt die Modernisierung voraussichtlich im kommenden Jahr.
Von Stefan Janda
