22.02.2012 | 19:16 Uhr
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Verbrauch an Streusalz sinkt

Riedenburg Riedenburg (vga) Trotz eisiger Temperaturen in den vergangenen Wochen hat die Stadt Riedenburg bisher weniger Streusalz verbraucht als im Vorjahr. Für den heftigen Kälteschock ab Februar war der Winterdienst im Landkreis Kelheim gut gerüstet.

Glättegefahr aufgrund von Engpässen beim Streusalz – das Problem aus dem Winter 2010/11 sollte sich heuer auf keinen Fall wiederholen. Diese Sorge veranlasste die Kommunen in ganz Bayern dazu, den Vorrat an Streusalz vor den kalten Monaten deutlich aufzustocken. In Riedenburg wurden vor dem Winter statt der bisher üblichen 700 Tonnen rund 800 Tonnen eingelagert. Der kreiseigene Anteil betrug dabei etwa 300 Tonnen, die restlichen 500 Tonnen wurden für die städtischen Straßen eingeplant. Aktuell sind laut Heinz Müller, dem Pressesprecher des Landratsamtes, noch 250 Tonnen im Lager.

Walter Schattat, der Bauamtsleiter der Stadt Riedenburg, bestätigte, dass die Bestände in diesem Winter regelmäßig aufgefüllt werden konnten. Anders sei das im Vorjahr gelaufen, als ein Großteil der Lieferungen an die Autobahnmeistereien ging und zwischenzeitlich kein neues Streusalz geliefert werden konnte. Mit viel Improvisationsgeschick sei diese Notsituation damals von den Kommunen gelöst worden. Nachbestellungen waren heuer glücklicherweise problemlos möglich.

Auch bei verhältnismäßig milden Temperaturen seien die Straßen gestreut worden, merkte Schattat an. Glätte sei deshalb in diesem Winter kaum ein Thema für die Autofahrer gewesen. Trotzdem verlief die Kaltperiode nicht vollkommen reibungslos. Wegen der teilweise sehr starken Böen besonders in den Hochlagen der Region hatte der Winterdienst mit Schneeverwehungen zu kämpfen. Durch den Einsatz von Schneeschleudern bewältigten die Einsatzkräfte auch diese Herausforderung. Die milden Witterungsbedingungen und die tadellose Arbeit des Räum- und Streudienstes sorgten heuer laut Schattat für weniger Unfälle.

Ebenfalls positive Nachrichten gab es für die Arbeiter des Winterdienstes. Ihre Überstunden sind im Vergleich zum vergangenen Jahr zurückgegangen. Nichtsdestotrotz betonte Müller ausdrücklich die Herausforderungen, die sich den Mitarbeitern des Winterdienstes Jahr für Jahr stellen. Lob zollte er den Kreis-Angestellten vor allem für die schwierige Zeit während des Berufsverkehrs.

Der Kreis Kelheim berichtet von einer ähnlichen Situation wie in Riedenburg. Von den gebunkerten Salzreserven liegen noch etwa 950 Tonnen bereit. Insgesamt rüstete sich der Kreis vor dem Wintereinbruch mit 2300 Tonnen Streugut. Kelheim, Riedenburg und Mainburg lagerten zusammen 1500 Tonnen ein, während im Hafen Kelheim 500 Tonnen und im Bauhof Kelheim 300 Tonnen vorrätig waren. Der Pressesprecher bestätigte den Rückgang des Verbrauchs im Vergleich zum Vorjahr, der den wärmeren Temperaturen im November, Dezember und Januar geschuldet ist.




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