12.07.2012 | 18:50 Uhr
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Wahlkampfendspurt am Wochenmarkt

Schrobenhausen Schrobenhausen (SZ) Der Wochenmarkt ist seit geraumer Zeit die Schrobenhausener Wahlkampfbühne schlechthin. Fast alle Kandidaten waren zuletzt mehr oder weniger regelmäßig da, bis auf Markus Kauderer. Gestern waren sie wieder unterwegs, man kann ihnen ansehen, dass sie mittlerweile alle Übung darin haben, auf die Leute zuzugehen und ihnen ihre Wahlzettel in die Hand zu drücken.

Schrobenhausen: Wahlkampfendspurt am Wochenmarkt
Begegnungen: Erst treffen sich Peter Mießl, Rudi Koppold und Georg Berger gut gelaunt und gelöst am Stand der FW, dann bleibt auch noch Zeit für einen Plausch bei der CSU mit Karlheinz Stephan. Die meiste Zeit waren die Kandidaten aber tatsächlich im Gespräch mit Bürgern - Fotos: Petry
Rudi Koppold und Georg Berger kämpften dabei fast Seite an Seite neben der FW-Fahne. Macht Berger jetzt etwa Wahlwerbung für die Freien Wähler? „Nein nein!“, winkt der lachend ab, „ich stehe nur zufällig hier!“ Kurze Zeit später kommt Peter Mießl vorbei, die SPD hat ja ihren Stand traditionell außerhalb des Wochenmarkts, so dass der Kandidat auf Wanderschaft gehen muss, um bei den Leuten zu sein. Man versteht sich, man lacht, und Peter Mießl macht gleich, wo er schon dabei ist, die Runde. Hier ein Plausch mit Berger und Koppold, und dann auch einer mit Karlheinz Stephan. Wobei der nicht mehr ganz so gut plauschen kann, die Stimme ist angegriffen, Bonbons helfen kaum noch. Die geplante Wahlveranstaltung am Freitag in Steingriff muss er sausen lassen. Die Wahl ist mittlerweile das dominierende Thema in der Stadt geworden. Manche sagen: „Ich bin froh, wenn’s jetzt dann rum ist“, aber sie wissen: Wenn’s jetzt dann rum ist, dann wird auch gleich wieder was fehlen.

Viel diskutiert wird auch am Ecker-Stammtisch, wo sich Donnerstag für Donnerstag eine ganze Riege von Rentnern und solchen, die es noch werden wollen, versammelt. Da allerdings geht man vielleicht nicht ganz so erhaben mit der ehrwürdigen Politik um, jedenfalls wird da reichlich geflachst und viel und laut gelacht. Die Wahlkämpfer nebenan lassen sich davon nicht ablenken.

Sie haben ihre eigenen Themen. Dass die Frau des Landrats am FW-Stand wirbt, fällt den einen auf, dass der Landrat selbst im CSU-Prospekt auftaucht, den anderen. So sorgt die Wahl für reichlich Gesprächsstoff, und der geht ja bekanntlich am Wochenmarkt sowieso nie aus.

Gegen Mittag sind die vier am Wochenmarkt versammelten Wahlkämpfer dann alle gegangen. Jetzt gibt es hier nur noch das, was es immer gibt.

 


Von Mathias Petry
 
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