Montag, 20. Mai 2013 |

 

16.05.2012 19:50 Uhr | 361x gelesen
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"Ein Viertelfinale ist nicht selbstverständlich"


Bild:

Ingolstadt (DK) Am Mittwochnachmittag um 15.30 Uhr hatte Thomas Greilinger wieder heimischen Boden unter den Füßen. Müde und enttäuscht war der Nationalstürmer des ERC Ingolstadt von der Eishockey-Weltmeisterschaft aus Schweden zurückgekehrt. Unser Redakteur Gottfried Sterner sprach mit dem 30-Jährigen über das enttäuschende Abschneiden.



Bild: Sabine Olfen Thomas Greilinger beim WM-Vorbereitungsspiel gegen Dänemark.
Herr Greilinger, 4:12 gegen Norwegen verloren, danach 1:8 gegen Tschechien und auch noch die direkte Qualifikation für Olympia 2014 verpasst. Was ist bei der WM geschehen?
 
Thomas Greilinger: Über das Spiel gegen die Tschechen müssen wir nicht reden, das ist eine gute Mannschaft. Gegen Norwegen ist einfach alles gegen uns gelaufen. Wir hatten uns viel vorgenommen, kassieren dann drei schnelle Tore und lassen uns im zweiten Drittel hängen. Das war der Knackpunkt. Jetzt müssen wir sehen, dass wir uns für Olympia qualifizieren, das ist unser nächstes Ziel.
 
Kann man so einfach zur Tagesordnung übergehen?
 
Greilinger:
Man muss die Situation realistisch sehen. Wir haben nicht die Tiefe im Kader, um sagen zu können, wir hauen Dänemark oder Norwegen einfach weg. Vor allem nicht, wenn aus der NHL wichtige Spieler absagen. In den vergangenen zwei Jahren ist es bei der WM optimal gelaufen, aber für Deutschland ist es nicht selbstverständlich, ein Viertelfinale zu erreichen.
 
Trotzdem sind die Ergebnisse ein Debakel. Lag es auch an der Systemumstellung von der Zonendeckung in der Abwehr unter Trainer Uwe Krupp auf Manndeckung bei Jakob Kölliker?
 
Greilinger:
Das hat damit gar nichts zu tun. Jeder Trainer spielt anders. Auch in der Liga wird das System oft gewechselt. Die Spieler müssen das einfach umsetzen können. Natürlich war das Ergebnis gegen Norwegen zu hoch. Aber da war auch jeder Schuss auf unser Tor ein Treffer.
 
Trainer Jakob Kölliker machte einen sehr ruhigen, fast schon ratlosen Eindruck. Wie war seine Ansprache an die Mannschaft?
 
Greilinger:
Was soll der Trainer schon sagen, wenn es 9:0 steht? Das Spiel gegen Norwegen war auch ein Schock für ihn. Er hat sonst in den Meetings immer alles erklärt und viel mit den Spielern gesprochen. Wir haben alle etwas anderes erwartet.
 
Waren die Erwartungen zu hoch?

 
Greilinger:
Nein, das Viertelfinale ist für uns ein realistisches Ziel. Aber wir haben im Turnier nur ein gutes Spiel gegen Russland gemacht. Das reicht nicht.

 


Donaukurier

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