15.06.2012 | 19:52 Uhr
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Verjüngungskur für die Reserve

Ingolstadt Ingolstadt (tsz) Fünf Wochen vor dem ersten Spieltag in der neu strukturierten Regionalliga Bayern haben die Fußballer vom FC Ingolstadt II die Vorbereitungen aufgenommen. Sieben junge Spieler haben die Schanzer beim Trainingsauftakt präsentiert und auch gleich das Saisonziel ausgegeben. „Wir wollen mit dem unteren Tabellendrittel nichts zu tun haben“, sagt FCI-Trainer Josef Albersinger. Mit einem Platz im gesicherten Mittelfeld wäre er „sehr zufrieden“.

Ingolstadt: Verjüngungskur für die Reserve
Wichtige Säule in den Planungen: Stürmer Karl-Heinz Lappe (rechts) soll auch in der kommenden Saison für den FC II treffen - Foto: Bösl
Dennoch betont er im gleichen Atemzug, dass der Fokus weiterhin auf der Ausbildung der Spieler liege. Da liegt es nahe, dass die Zeichen auf Verjüngung stehen. Das wird bei einem Blick auf die Neuverpflichtungen deutlich: Die Nachwuchstalente sind 18 und 19 Jahre alt und werden vorerst für die kommenden ein bis zwei Spielzeiten an der Donau bleiben. In Ingolstadt soll ein junges Team entstehen, bestätigt auch Ronnie Becht, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. Wenn den Jungspunden eines Tages der Sprung in den Profifußball gelingt, sollen sie darauf vorbereitet sein. Da spielt es keine entscheidende Rolle, wenn der Kader, so Becht, „an sich groß genug“ ist.

Die zweite Garde hat sich zum größten Teil mit Spielern aus der eigenen A-Jugend verstärkt. Alle Mannschaftsteile erhalten neue Spieler: Zvonimir Kovac, Philipp Mandelkow und Samuel Riegger rücken ins Mittelfeld. Dorthin, wo durch die Abgänge der abgelaufenen Spielzeit die größte Lücke entstanden ist. Arnold Hanschek verstärkt die Abwehr und Andreas Egger steht als Torwart bereit. Trotzdessen sucht der FC Ingolstadt gerade einen weiteren Torhüter, da Aaron Siegl nun bei den Zweitliga-Profis mittrainiert.

Neben Stürmer Niko Dobros, der ebenfalls aus der eigenen U 19 kommt, hat der FCI Thomas Prinz verpflichtet. Der 18 Jahre alte Angreifer aus der A-Jugend der SpVgg Greuther Fürth ist der aktuell einzige Zugang von einem anderen Verein. Von ihm verspricht man sich einiges. Denn Josef Albersinger und Ronnie Becht sind von seinen Qualitäten überzeugt. Sie hatten Prinz in der vergangenen Saison beobachtet. „Wir denken, dass er gut in unsere Mannschaft passt“, sagt Becht. Bei 17 Einsätzen für die Franken erzielte Prinz drei Tore in der letzten Spielzeit der A-Jugend-Bundesliga.

Offen bleibt jedoch vorerst die Frage, inwieweit die Jungen künftig in der rein bayerischen Regionalliga zum Einsatz kommen. Und generell: Wie werden die Schanzer den personellen Einschnitt verarbeiten? Es ist so, dass Coach Josef Albersinger weiterhin mit dem Gerüst der Mannschaft um den Regionalliga-Torschützenkönig Karl-Heinz Lappe planen kann. Also mit jenen, die am überraschenden Erfolg der letzten Saison beteiligt waren, als der FCI den neunten Tabellenplatz erobert hatte – als Liga-Neuling. Auf dieser Basis will Albersinger das neue Team aufbauen, dabei keinesfalls Druck ausüben. „Schließlich ist die Verjüngung ein natürlicher Prozess“, sagt er.

 




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