Manuel Barna sorgt für Außenseitersieg des FC Zell/Bruck
Berg Berg im Gau (rie) Durch ein Tor von Manuel Barna hat der FC Zell/Bruck gestern am späten Nachmittag nicht nur die DJK Langenmosen mit 1:0 bezwungen, sondern auch zum dritten Mal in seiner Vereinsgeschichte den Donaumoos-Wanderpokal gewonnen.
Kurios dabei, dass sich exakt vor neun Jahren beide Klubs an gleicher Stelle ebenfalls im Endspiel gegenüberstanden. Damals gewann jedoch Langenmosen klar mit 5:1-Toren. Dieses Mal hatten die Zeller die Nase vorne, und das am Ende nicht einmal unverdient. Im ersten Abschnitt war es zwar Einbahnstraßen-Fußball auf das FC-Tor, doch die Langenmoser konnten daraus kein Kapital schlagen. Beste Chancen konnten nicht genutzt werden. Nach dem Wechsel gelang den Schützlingen von Trainer Ricky Markati in der 35. Minute ein gelungener Angriff über die rechte Seite. Patrick Honner setzte sich im Laufduell durch und schlug den Ball scharf in den Fünfmeterraum. Dort kam Manuel Barna mit einem tollen Flugkopfball früher an das Spielgerät und wuchtete es aus vier Metern in die Maschen. Ein sehenswertes Tor, wenngleich auch überraschend. Doch ab diesem Zeitpunkt verlief die Partie auf Augenhöhe. Die Jungs von DJK-Trainer Ludwig Kellner waren einfach nicht in der Lage, eine Linie ins Spiel zu bringen. Hinzu kam auch, dass ihre Akkus leer waren. Immerhin stand ein Großteil der Mannschaft schon am Vortag im Endspiel des Reserve-Wettbewerbs, dass sie klar und verdient mit 3:1 gegen den SV Klingsmoos II gewannen. Markati war nach dem Spiel verständlicherweise auch sehr zufrieden: „Wir haben aus unseren Möglichkeiten das Maximum herausgeholt. Gut war das Endspiel sicherlich nicht, aber das zählt jetzt nicht. Wir haben den Donaumoos-Wanderpokal gewonnen und aufgrund der zweiten Halbzeit nicht einmal unverdient.“Hille`s Freistoß passt
Markatis Fazit trifft den berühmten Nagel genau auf den Kopf. Hinzu kommt auch ein gewisses Losglück. Der 2:1-Sieg über Ludwigsmoos am ersten Turniertag war ebenso machbar und auch verdient, wie auch der Halbfinalsieg über den SV Sinning. Hier fiel das 1:0 in der Schlussminute durch einen verwandelten Freistoß von Bastian Hille. Sinnings Spielertrainer Thomas Schmalzl sprach zwar von einer „sehr bitteren Niederlage“, die aber letztendlich gerecht war, da „Zell die bessere Mannschaft war“.
Langenmosen setzte sich in der Vorwoche erst im Elfmeterschießen mit 6:5-Toren gegen den SV Grasheim durch. Die reguläre Spielzeit von 2 x 30 Minuten verlief torlos. Im Halbfinale hatten sie es mit dem Favoriten SV Karlshuld zu tun. Dieser schickte zum zweiten Turniertag aber nur seine zweite Mannschaft, da die „Erste“ am Samstag sein erstes Punktspiel (1:1 gegen Jetzendorf) bestritt und am Mittwoch schon wieder antreten musste. Fakt ist, dass Langenmosen das Halbfinale 3:1 gewann und somit relativ locker ins Endspiel kam. Das dortige Ergebnis ist bekannt.
Die beiden Platzierungs- und das Freundschaftsspiel verliefen wie fast alle Begegnungen auf sehr schwachen Niveau. Am Vormittag besiegte die TSG Untermaxfeld den BSV Berg im Gau mit 2:1. Nach den beiden Halbfinalspielen setzte sich der SV Klingsmoos im Spiel um Platz neun mit 2:1 gegen den SV Wagenhofen durch. Danach besiegte der SV Grasheim den enttäuschenden SV Ludwigsmoos mit 3:0.
Zufrieden war auch der Gastgeber, der am ersten Turniertag 700 Zuschauer verbuchte und gestern nochmals 600 Interessierte begrüßen konnte. 1300 Zuschauer hat es schon viele Jahre nicht mehr gegeben.
Reserve-Turnier
Am Samstag fand das Turnier der zweiten Mannschaften statt. Hier besiegte Langenmosen II im ersten Halbfinale Grasheim II mit 2:0, während sich anschließend Klingsmoos II mit 4:1 gegen Ludwigsmoos II behauptete. Im Spiel um Platz sieben gewann Untermaxfeld II mit 1:0 gegen Wagenhofen II und im Spiel um Platz neun gewann Sinning II mit 1:0 gegen Zell/Bruck II. Das abschließende Endspiel war eine klare Angelegenheit für Langenmosen II, die auch verdient mit 3:1 gegen Klingsmoos II ihren Titel verteidigten.
Von Katrin Riesterer
